Couchsurfing „The new way of travelling“

Wie lernt man am besten andere Menschen aus anderen Kulturen kennen? Da gibt es viele Möglichkeiten: Ein Studium an einer internationalen Hochschule, ein Job in einem Multinational oder nur der Gang zum Italiener? Die meist genutzte Chance zum Eintauchen in andere Kulturen dürfte wohl jedoch das Reisen sein. Aber sind wir doch mal ehrlich. Wie viel Kultur haben wir bei unserer Abifahrt nach Spanien oder bei unserem letzten Wochenendtrip nach Amsterdam wirklich mitgenommen? Abgesehen von den Empfehlungen des Lonley Planets und den Tipps unserer Bekannten zu Hause haben wir auch oft nicht die Zeit tief in die Kultur des anderen Landes einzusteigen.

; Und ist bei einem drei-Tages Trip nach London mit der Tower-Bridge, dem London-Eye und ein bis zwei Pubs die Englische Kultur wirklich authentisch abgebildet? Eher nicht, oder? Was oft fehlt sind die Leute. Wenn wir die nicht kennen lernen, denken wir nach unseren Trip wahrscheinlich immer noch, dass alle englischen Jungs rote Haare und Sommersprossen haben. Wie immer fahren wir in ein Land mit großen Erwartungen und in der Hoffnung diesmal „echt tief“ einzutauchen. Aber wie soll das gehen, wenn wir uns eine Woche vor Abflug wieder auf http://www.hostelbookers.com finden, um das nächste Hostel zu buchen, wo wir dann doch nur wieder „Ethan and Charlotte“ aus Australien treffen, die uns dann euphorisch von ihrem „Great Europe Trip“ erzählen?

Any alternatives?

So mag es wohl auch Casey Fenton mehrmals ergangen sein, sodass der US-Amerikaner sich bei einer Islandreise entschied es diesmal ein bisschen anders angehen zu lassen. In Island angekommen hackte er sich kurzentschlossen in das IT-System der Universität Reykjavik ein, um die Studenten nach einem Schlafplatz zu fragen. Die positive Resonanz war überwältigend: über 100 Antworten! Zurück in den USA und getrieben von der Vision eine neue Art des Reisens zu schaffen legte Fenton nun den Grundstein für „Couch Surfing“. Weitere acht Jahre später im Jahre 2011 steht er an der Spitze eines Reisenetzwerks mit bereits drei Millionen Mitglieder und 81.500 Destinationen in 246 Ländern. Doch was genau ist dieses „Couch Surfing“? Viele von uns haben bestimmt schon einmal davon gehört, es jedoch noch nie genutzt?! Also wie funktioniert das Ganze? Eigentlich ganz einfach. Falls du weltoffen genug bist um andere Leute aus anderen Ländern und Kulturen bei dir zu Hause übernachten zu lassen bzw. du ihnen deine Stadt zeigen willst, machst du dir unverbindlich und kostenlos einen Account auf http://www.couchsurfing.org und bietest unverzüglich deine Gastfreundschaft an. Couchsurfing selbst, stellt dabei nur die Plattform zur Verfügung. Alles andere regelt ihr selbst mit den Reisenden. Hört sich erst mal ziemlich abenteuerlich an. Das ist es auch. Jedoch keine Angst, sicherheitsbewusst wie wir Deutsche sind gibt es für uns auch einige Sicherheitsmechanismen. Eine Referenzseite des jeweiligen Users, sowie ein kostenpflichtiges Verifizierungsverfahren sorgen dafür, dass dein Aufenthalt bei einem Local nicht zu einem Albtraum wird.

Just do it!

Habt ihr euch erst mal auf diese neue Art des Reisens eingelassen, werdet ihr wahrscheinlich in Zukunft mehr als nur die gewöhnlichen Attraktionen kennen lernen. Ihr werdet keinen Wikipedia Eintrag mehr benötigen wenn ihr mehr über den Islam erfahren wollt. Das wird in Zukunft Achmed bei einer persönlichen Stadtführung in Kairo erledigen!

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2 Kommentare zu “Couchsurfing „The new way of travelling“

  1. Hi Max,

    I love traveling, not only for the cause of getting away from everything and taking a break, but also in order to open my horizon regarding different aspects of culture, architecture, human behavior etc.

    I actually couch surfed last summer with a friend of mine to Paris. It was such an adventure! We stayed at a parisians place and had the most amazing time with him! He is a designer and he showed us around in Paris and thanks to him we got to know so much more of that beautiful city than just the usual „tourist places“. I highly recommend this way of traveling! But it’s important that people don’t see couch surfing as „a free hotel“, but that they are open minded and interested in some kind of exchange. And also, it’s really important that one stays at someone with whom he/she can get along with. So engaging in conversation first is really important in order to see if you are at the same level. Otherwise the experience can turn into a nightmare..

    Have you done couch surfing too?

  2. Bahar,

    at least one comment on couch surfing! Thank you! As you know I love traveling too. Therefore it´s a shame that I have never tried couch surfing before. So far I was very gifted to have friends in many countries I visited who delivered unforgettable experiences to me. Maybe you one day you show me even Sweden (your country!) from your perspective? Nevertheless there are many countries I want to visit where I do not have friends. Therefore couch surfing is a perfect platform to see countries from a locals perspective.

    I think we can disregard the danger that too many people see couch surfing as a free hotel. I do believe that couch surfing is a market for open minded people who are interested in some kind of exchange.

    For myself, after seeing a bit of South America, I would be interested in seeing an ex-Soviet Union country like Kazakhstan. Maybe you want to come and accompany me at my first couch surfing experience? 🙂

    Best regards,

    Max

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