Die Idee vom Teilen

Die Idee vom Teilen

Alles begann am 14. Februar 2005 als Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim ihre Idee von einem einfacheren Weg, Videos mit Freunden teilen zu können, verwirklichten und die Firma YouTube gründeten.
Das Geschäftsmodell basierte auf der Idee, dass nicht nur private Nutzer sondern auch Fernsehstationen von den Videos profitieren würden, da sie auf die teure Auswahl und Einkauf von Videos verzichten könnten. Die Einnahmen wollten die drei Gründer über die Werbung erzielen.
Innerhalb von 2 Monaten entwickelten sie eine Software und innerhalb kürzester Zeit stieg die Anzahl der Zugriffe. Die Arbeit nahm überhand und schon bald zog die junge Firma mit ihrer wachsenden Belegschaft in ein Bürohaus in San Maleo in Kalifornien. Chad Hurley kümmerte sich um das Webdesign und Steve Chen um die Technik. Jawed Karim verließ das Unternehmen wieder um zu studieren, blieb aber Anteilseigner.

Da mit dem Wachstum auch die Kosten stiegen, wurde der Venture-Kapitalgeber Sequoia Capital mit ins Boot geholt. Zuerst investierte er $ 3,5 Millionen, später nochmals $ 8,9 Mio. Doch leider verbrannte YouTube zu dieser Zeit auch geschätzte $1 Million pro Monat. Das Konzept von Chen.. sich über die Werbeeinnahmen zu finanzieren, funktionierte nicht. Grund dafür war unter anderem das Problem, dass Youtube keine Eigentumsrechte an dem veröffentlichten Material hat. Schnell hatte Youtube Ärger mit Filmproduzenten, Amateurfilmern und der Musiktauschbörse Napster. Durch Kooperationsverträge und das Vorzeigen der vielen Vorteile von Youtube schaffte es das Unternehmen jedoch, vorerst die Parteien zu beruhigen.
Am 9. Oktober 2006 verkauften die Gründer schließlich das Unternehmen an Google. Dieser Deal brachte Ihnen $ 1,65 Milliarden in Form von Google-Aktien ein. Für Youtube bedeutete es die Lösung der finanziellen Sorgen, sowie die Möglichkeit den eigenen Service mithilfe der Ressourcen von Google zu verbessern.

Ein Problem von YouTube ist jedoch geblieben: Die Eigentumsrechte am veröffentlichen Material.

Gestern fällte das Landesgericht Hamburg eine Entscheidung im Rechtsstreit zwischen YouTube und der „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte” (GEMA). In dem Streit, der entstand nachdem 2009 der vorläufige Rechts-Vertrag zwischen YouTube und der GEMA ausgelaufen war, ging es um die Frage inwieweit YouTube haftet, wenn die Kunden urheberrechtlich geschütztes Material hochladen. Das Urteil fiel für beide Seiten recht harmlos aus: Auf der einen Seite muss YouTube zwar für seine Nutzer mithaften (sog. Störerhaftung) und urheberrechtlich geschütztes Material schnell entfernen sowie erneutes Hochladen verhindern, aber auf der anderen Seite wird YouTube nicht als „Täter“ dargestellt und muss nur auf Antrag handeln.

Der Rechtsstreit legt aber vor allem sehr wichtige und aktuelle soziale Fragen offen:

Wo beginnt und wo endet geistiges Eigentum?

Wie kann man geistiges Eigentum schützen?

Und will die Gesellschaft den Schutz des (fremden/ eigenen) geistigen Eigentums?

Letzteres bringt mich zu den aktuellen Diskussionen die sich um das Thema immer weiter zuspitzen und eine baldige Lösung erfordern. Denn nicht nur die Einschränkungen der GEMA auf den YouTube Seiten stoßen auf Widerspruch, sondern auch das Anti-Counterfeiting Trade Agreement, kurz ACTA wird stark kritisiert. ACTA ist ein Abkommen der Länder Europas, Japan und der USA, welches den Kampf gegen Produktpiraterie verbessen und vor allem auch verbreiten soll. In Deutschland wurde eine Unterzeichnung der ACTA-Verträge vorerst verschoben.

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,441921,00.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,442251,00.html
http://www.ndr.de/regional/youtubegema101.html
http://www.tagesschau.de/inland/acta122.html

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Ein Kommentar zu “Die Idee vom Teilen

  1. Hi Franzi,

    I thought this article was really interesting! I loved reading about the history of YouTube and how the legal aspects have always been somewhat of a problem for the company and also, how you kept this issue relevant in your article all the way to the end. I have nothing to criticize here. Very good writing!

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