LemonAid

Auf der Suche nach einem geeignetem Thema für unseren Blog stieß ich auf ein interessantes Unternehmen, welches sehr gut zu unserem Themenfeld passt, wie ich finde.

Jeder kennt ja die allseits bekannte Krombacher Kampagne. Keine Angst ich werde mich jetzt nicht mit dieser pseudo sozialen Kampagne beschäftigen, aber die Idee, die Welt durch trinken zu verbessern, finde ich vom Gedanken her sehr clever und innovativ. Genau wie Jakob Berndt und Paul Bethke, die 2009 die LemonAid Beverages GmbH gegründet haben, welche im schönen Hamburger Kiez „Sankt Pauli“ zu Hause ist.

Paul Bethke und Jakob Berndt

Doch was macht dieses Unternehmen eigentlich und warum passt es so gut zu unserem Themenfeld?

Alles fing mit einer Idee von Paul Behtke an. Nachdem er einen Einsatz als Entwicklungshelfer in Sri Lanka beendet hatte und nach Hamburg zurück kehrte, fragte er sich wie er auch von hier aus aktiv Leute in der Dritten Welt unterstützen kann. Seine Antwort darauf war:

„Mit Revolutionen in Flaschen“.

Das Hauptgeschäft liegt auf dem Vertrieb von Limonade und Tee. Passend dazu kamen ihnen auch geeignete Namen für diese Produkte in den Sinn, nämlich LemonAid und Charitea. Wie die Namen schon vermuten lassen, haben die beiden Gründer sich soziale Gerechtigkeit auf die Fahnen geschrieben.

Die Beiden haben sich überlegt ein sowohl gesundes, als auch ein soziales Produkt zu schaffen. So werden in den Getränken nicht nur Bio-Materialien verwendet, sondern diese werden über Fairtrade-Plantagen bezogen. Das heißt die Zutaten werden vorwiegend von Kleinbauern beschafft, welche faire Löhne für ihre Arbeit durch faire Einkaufspreise bekommen. Auch der Ausschluss von Kinderarbeit ist ein weiterer Grundstein des Fairtrade-Gedankens. Somit werden benachteiligte Bauern in Südamerika aktiv unterstützt.

Nicht nur so versuchen die Beiden sozial aktiv zu sein. Ihre Gewinne stecken sie wiederum in soziale Projekte, wie z.B. in das selbstgegründete „Trinken Hilft e.V.“

Diese Idee ist jedoch nicht vom Grund her neu. Schon Ende der Neunziger wurde „Innocent Smoothies“ in die Welt gerufen von drei Briten namens Adam Balon, Richard Reed und Jon Wright. Auch ihr Ziel war es ökologische Zutaten, die nachhaltig verpackt waren und aus fairen Arbeitsbedingungen stammten, zu verwenden und zu vermarkten. Mittlerweile setzen diese Drei mit ihren Smoothies in 13 Ländern zwei Millionen Liter pro Woche um.

Man sieht hier schon, dass die Akzeptanz an diesen Getränken sehr hoch ist und sehr gut ankommt. Auch bei den Leuten von LemonAid läuft das Geschäft gut. Im Jahr 2010 verkauften sie im Monat rund 50.000 Flaschen und das erst ein Jahr nach ihrer Gründung.

Auch die Vermarktung hat bei LemonAid einen etwas anderen Charakter als üblich, denn es wird ausschließlich Guerilla Marketing betrieben, wovon wir ja schon im Unterricht von Hr. Ripsas gehört haben. Somit hatten sie während der letzten Bundestagswahl den Politikern LemonAid-Flaschen auf die Plakate gemalt aus denen die Politiker mit Strohhalmen tranken. Eine wie ich finde sehr, sehr clevere Marketing-Aktion.

Auch auf der Hamburger Gastronomie-Messe Internorga wurde LemonAid ausgezeichnet mit dem „Zukunftspreis 2012“.

„LemonAid Beverages zeigt mit seinen Produkten LemonAid und ChariTea, wie ökologische, soziale und ökonomische Zukunftsfähigkeit gebündelt eine erfolgreiche Liaison für Nachhaltigkeit schaffen können“, so die Jury.

Ich finde diese Unternehmung ein sehr innovatives und gutes Geschäftsmodell von dem ich sicherlich noch einmal berichten werde.

In diesem Sinne „Stay tuned“…!!!

Quellen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,729949,00.html

http://www.btg-hamburg.de/113,LemonAid.html

http://hamburg-messe.de/presseservice/aktuellepressemitteilungen/pressemitteilung/datum/2012/03/08/internorga-zukunftspreis-die-gewinner-sind/

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3 Kommentare zu “LemonAid

  1. Hallo und danke für diesen Tipp. Sehr interessant muss ich sagen. Hatte schon im Vorfeld mal den Namen Premium-Cola gelesen, da beide, LemonAid und Premium-Cola, im „Verband korrekter Getränkehersteller“ sind.
    Ist wirklich ein interessantes Konzept, bei dem man erstmal nicht unbedingt denken würde, dass es wirklich funktioniert, aber ihr Erfolg gibt ihnen Recht.
    Kann nur jedem empfehlen mal unter dem angegebenen Link sich das Video anzuschauen.

  2. Pingback: Hast Du die Wahl dann trink doch sozial – Kiezhilfe durch Bierkonsum! | Social 5 Forces

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