Die Pfandkisten Teil I

Hallo Blogger-Welt,

sind 8 Cent viel Geld?

Wer kennt es denn nicht, man ist unterwegs z.B. zu einer Feier, hat sich noch ein, zwei Bierchen für die Fahrt mitgenommen und unterwegs schmeißt man die Pfandflaschen dann einfach in den Müll, da keiner Lust hat das Leergut mit sich herumzutragen. Wir schmeißen also Geld weg!

Für einige Menschen ist das Sammeln, solch weggeworfener Flaschen, wichtig, um Ihren Lebensunterhalt bestreiten bzw. verbessern zu können.

Jetzt kommt die Initiative „Pfand gehört daneben“ aus Berlin ins Spiel und hat sich überlegt wie man diesen Leuten helfen kann.

Die Idee war zunächst Leute durch Plakat-Werbung dazu zu bewegen Pfandflaschen neben die Mülleimer zu legen und nicht in die Mülleimer zu schmeissen.

In Zusammenarbeit mit LemonAid, über die ich schon in einem früheren Artikel berichtet habe, wurde dieser Gedanke weiterentwickelt. Die Pfandkisten sind geboren.

Pfandkisten an einem Laternenmast

Die Idee ist die Pfandflasche in die Pfandkisten zu stellen, welche in Nähe von Mülleimern an Laternenmasten angebracht werden.

Der positive Effekt wird schnell klar. Menschen die Flaschen sammeln, müssen sich nicht mehr müheselig und entwürdigend durch den Müll graben müssen. Auch das Verletzungsrisiko kann so gesenkt werden, da die Gefahr sinkt sich an z. B. Scherben, Spritzen oder anderen Gegenständen zu verletzen.

Pfandkisten hängen inzwischen in Hamburg, Berlin, Wiesbaden, Kassel, Leipzig, bald auch in Hannover, Frankfurt am Main, München.

Doch was sagen die Sammler eigentlich zu dieser Aktion?

Die Mehrheit findet es sehr gut, da es ihre Suche erleichtert und verbessert. Wenige sind der Meinung, dass der Wettbewerb unter den Sammlern steigt und sehen somit einen negativen Effekt in dieser Aktion, da es dann ziemlich einfach wäre Flaschen zu sammeln, wenn die Barriere, im Müll zu wühlen, weg fällt.

Ich persönlich halte es für eine sehr gute Idee den Leuten somit den Alltag etwas leichter zu gestalten und sicherer zu machen.

Auch die Umsetzung ist jedem möglich. Es gibt bereits eine Bauanleitung im Internet, so dass jeder diese Kisten nachbauen kann und somit diese Initiative mit unterstützen kann.

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10150666769851415.386305.140279586414&type=1

In diesem Sinne viel Spaß beim Basteln…:)

Stay tuned

Quellen:

http://www.taz.de/!92034/

http://www.pfand-gehoert-daneben.de

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7 Kommentare zu “Die Pfandkisten Teil I

  1. Ah, mir ist die Pfandkiste, die an der Oberbaumbrücke hängt, aufgefallen. Ich fahre da fast jeden Tag dran vorbei und habe mich gefreut, jetzt hier in Deinem Artikel mehr über dieses Konzept zu erfahren, danke! Erstaunlich finde ich, dass die Sammler nicht das Gefühl haben, dass die Konkurrenz durch die niedrigere Hemmschwelle, Geld mit Pfandflaschen zu verdienen, steigt.
    Eine gute Sache finde ich auch die hier: http://pfandgeben.de
    Sammler lassen sich mit ihrer Nummer registrieren und man kann sie je nach Stadt bzw. Stadtteil anrufen und bitten, die Pfandflaschen zu Hause abzuholen.
    Nur: ist hier die Hemmschwelle zu hoch?

  2. Hey,
    danke für deinen Kommentar. Ja habe von der Aktion auch gehört, mit dem Pfand abholen, ist auch ne kreative Idee. Haste es denn schon mal ausprobiert? Beziehst du deine Frage mit der Hemmschwelle auf die Flaschensammler, die sich anmelden müssen oder eher auf die Leute, die einen Flaschensammler zu sich nach Hause bestellen?
    Wenn ich von mir ausgehe, muss ich sagen, würde ich mein Pfand, glaube ich, nicht abholen lassen.
    Sind doch immer so 4,- bis 8,- € und nach ner Party noch mehr, was doch nicht soo wenig ist und das wäre mir persönlich glaube ich zu viel.
    Jedoch 8 oder 25 Cent, wenn man unterwegs ist, denke ich kann jeder entbehren.

    • Mit der Hemmschwelle meinte ich sowohl als auch. Das LemonAid-Konzept ist anonymer, da weiß man nicht, wer die Flasche leergetrunken hat und wer sie letztendlich wieder in den Laden bringt, die beiden Menschen begegnen sich nicht. Die andere Idee setzt voraus, dass sich der Sammler im Netz registriert und seine Nummer dort für alle einsehbar hinterlässt, und der, der die Flaschen abholen lässt, dem Sammler seine Adresse gibt. Ich denke, viele Leute hält das von dieser Aktion, sowie Dein Argument, dass sich da der Pfand schon lohnt, ab.
      Nein, ich habe das auch noch nicht gemacht, bei mir kommt alles in die riesen, blaue Ikea-Tüte und meistens kriege ich noch Geld zurück, wenn ich dann einkaufen gehe und es mal wieder schaffe, meinen Pfand wegzubringen…
      Und Bier trinke ich auch nie – also ich bin weder für pfandgeben.de noch für die Pfandkiste die richtige Zielgruppe 😉 – trotzdem ne super Idee!
      Ach, da fälltl mir ein – außer am Flughafen – da weiß ich nie wohin mit der Wasserflasche, die ich meistens noch dabei habe – oder ist das eine Nebeneinnahmequelle der Kontrolleure?!

  3. Hallo Julian,
    auch mi sind die Pfandkisten schon aufgefallen. Rund um die Schönhauser Allee gibt es einige davon. Ich wusste nicht, dass man auch selber mitbasteln kann – das ist eine tolle Idee. Ich verstehe aber, dass einige Sammler die Sorge haben dass die Konkurrenz so steigt. Schließlich sind die Pfandflaschen so offensichtlich und für jeden leicht mitzunehmen. Da kommt vielleicht auch der ein oder andere nicht ganz so bedürftige auf die Idee sie mitzunehmen. Andererseits ist es super, dass die Sammler nicht mehr im Müll rumwühlen mussen und das Risiko für sie so sinkt. Alles in Allem denke ich ist das eine tolle Idee! Ob es die Situation verbessert wird sich denke ich erst langfristig zeigen.

  4. Hi Jana,
    ja jeder kann mit basteln und so trägt sich das Projekt fast von alleine. Man kann LemonAid oder Pfand gehört daneben auch anschreiben und bekommt Aufkleber gestellt und auch die Baupläne sind halt im Internet abrufbar.
    Also viel Mundpropaganda.
    Halte das Projekt auch für sehr gelungen und das Argument mit der Konkurrenz kann ich auch nachvollziehen, jedoch denke ich, dass sich dies in Grenzen halten wird obwohl es wirklich sehr leicht gemacht wird Flaschen zu sammeln. Ich denke der Fokus auf ein sicheres „Arbeiten“ war der ausschlaggebende Punkt für diese Aktion.

  5. Hallo Julian,

    Was für eine super Idee. Es läuft mir jedes mal eiskalt den Rücken runter wenn ich Leute sehe die in einen Mülleimer greifen. Wie entwürdigend und gefährlich.

    Für uns mögen 8 cent nicht viel sein, aber Leute die Flaschen sammeln haben leider andere Maßstäbe. Wenn sie nun die Falschen direkt aus dem Kasten nehmen ist das nichts anders als Geld aufzuheben.

    Schließlich würdest du auch Geld auf der Straße aufheben wenn es viel für dich wäre. Unabhängig davon sagt man sowieso „Wer den Cent nicht ehrt, ist den Euro nicht wert“.

    Liebe Grüße

    Max

  6. Hallo Julian,

    klasse Thema! Die gemeinsame Besprechung im Unterricht fand ich auch sehr interessant und es hat zumindest mich dazu gebracht die Idee auch noch einmal in einem anderen und größeren Zusammenhang zu sehen. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Thema weiter entwickeln wird und ob wir demnächst noch mehr von diesen aufgehangen Kästen entdecken werden.

    Das Video dazu ist auch wirklich sehenswert.
    Bin gespannt, wie Teil 2 wird.
    Viele Grüße

    Laura

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