Pumas Ökobilanz

Erweiternd zu meinem Artikel „der ökologische Fußabdruck“ beschäftige ich mich heute mit der weltweit ersten vorgelegten Umweltbilanz von Puma. In dieser wird ausgewiesen, dass jährlich 145 Mio. Euro an Umweltschäden bei der Produktion von Artikeln des Puma-Konzerns und seiner Zulieferer entsteht.

Wie setzt sich diese Zahl zusammen und bedeutet dies nicht ein PR-Desaster?

Im Mai 2011 hatte Puma eingestanden zusammen mit seinen Zulieferern in 2010 für den Ausstoß von Treibhausgasen und einem nach ökologischen Kriterien modifizierten Wasserverbrauch im Wert von 94 Mio. Euro verantwortlich zu seien.  Dazu kommen weitere 51 Millionen Euro für Kosten der Luftverschmutzung, Abfall und Landnutzung. Das Modell dazu wurde von Puma in Kooperation mit PWC und der Umweltagentur Trucost entwickelt und könnte als Vorläufer und Muster für andere Firmen gelten.

Doch sollten andere Firmen sich überhaupt mit einer Umweltbilanz beschäftigen?

Könnte diese nicht gar dem Geschäft schädigen?

Ich muss trotz dieser hohen Zahlen an Umweltschäden für mich selber mit erschrecken feststellen, dass dieses Wissen mich bei meinem nächsten Turnschuheinkauf nicht beeinflussen wird. Hat Puma den für mich besten Schuh im Angebot werde ich ihn sicher kaufen.

Aber muss ich deswegen überhaupt ein schlechtes Gewissen haben? Wer sagt denn, das andere Hersteller nicht noch mehr Schäden anrichten.

94 % der 145 Millionen fallen angeblich auf Zulieferer vor allem in Asien. Diese Zulieferer beliefern oft auch viele andere Sportartikelhersteller.

Doch nimmt man sich damit nicht aus der Verantwortung und schiebt den „schwarzen Peter“ weiter?

Ich finde die Umweltbilanz ist eine gute Sache. Doch sollte diese gesetzlich vorgeschrieben und nach einem einheitlichen Rechnungslegungssystem wie z.B. dem IFRS erfolgen. Erst dann könnte man Unternehmen miteinander vergleichen und seine Schlüsse daraus ziehen. Das würde dann auch den Druck auf die Zulieferer oder die gesonderte Überprüfung und Auswahl dieser erhöhen.

Was meint ihr?

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3 Kommentare zu “Pumas Ökobilanz

  1. Hey Steffen,
    also ich finde die Aktion von Puma ganz gut. Wenn es alle machen würden, hätte jeder die Möglichkeit besser zu sehen, wie man und in was man sein Geld investiert, denn Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Punkt, wie wir alle wissen, der mehr unterstützt und gefördert werden sollte.
    Nur eine Frage beschäftigt mich jetzt. Was macht denn Puma nun mit seinen Zahlen? Investieren sie das in Umweltprojekte oder machen sie gar nichts damit?

    • Hey Julian, danke für deinen Kommentar. Zu deiner Frage, angeblich will Puma bis 2015 die Hälfte seiner Kollektion aus nachhaltigen Materialien herstellen, auch vom papierlosen Büro ist die Rede. Aufjedenfall gelten sie als Vorreiter und andere Marken der PPR-Group, der Puma angehört sollen nachziehen.

      • Na dann wollen wir mal sehen, was sie bis 2015 von Ihren guten Vorsätzen umgesetzt haben. Irgendwie bin ich davon noch nicht so überzeugt, dass sie ihre guten Vorsätze auch in die Tat umsetzen, denn sie müssten ja Ihre komplette Wertschöpfungskette überarbeiten, damit sie was an der Gesamtsituation ändern können und dies ist ein große, kostspielige Aufgabe.
        Ich bin gespannt was passieren wird, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich immer zuletzt..;)

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