Mehr als nur ein Club…

Nach einem so tragischen Fußballwochenende soll es heute mal um die wichtigste Nebensache der Welt gehen… Der FC Barcelona ist mit seinem Starensemble einer der besten Fußballklubs der Welt. Egal ob Champions-League, Spanischer Pokal, Weltpokal oder die spanische Liga, so gut wie jedes Jahr spielen die Katalanen um mindestens einen dieser Titel mit. Eine so erfolgreiche Mannschaft steht weltweit in der Öffentlichkeit und fasziniert Menschen auf jedem Kontinent.

In unserer heutigen vom Konsum bestimmten Gesellschaft bleibt solch eine Aufmerksamkeit natürlich nicht ungenutzt. Allein das Champions-League Finale in München  (auch wenn es dieses Jahr ohne katalanische Beteiligung ablief) haben über 300 Millionen Menschen verfolgt! Unternehmen zahlen horrende Summen, für Werbeblöcke in der Halbzeit eines hochklassigen Spiels oder für das Trikotsponsoring von erfolgreichen Fußballvereinen, die sich teilweise über diese Wege finanzieren.

Der FC Barcelona verfolgt jedoch einen etwas anderen Weg, als andere Clubs. Wo andere Vereine eine hohe finanzielle Einnahme durch den Schriftzug eines Unternehmens auf ihren Trikots generieren, setzt nun auch Barcelona, nach 107 jähriger Nacktheit auf der Brust auf einen „Sponsor“ und das auf freiwilliger und nicht verpflichteter

Basis. In der spanischen Hauptstadt ist nicht nur der Fußball außergewöhnlich. Ihr Trikot zierte das Logo von UNICEF und machte so auf die enge Partnerschaft zwischen den Blaugrana und dem Kinderhilfswerk aufmerksam. Bis 2011 unterstützte der Verein die Organisation mit jährlich 1,5 Millionen Euro.

Ab der Saison 2011/12 ziert ein neuer Sponsor die Brust von Messi und Co. Erstmals in der Vereinsgeschichte fährt der FC Barcelona Erlöse durch Trikotwerbung ein. Allerdings steckt auch hier zum wiederholten Male eine gemeinnützige Organisation dahinter. Die Qatar Foundation unterstützt verschiedene Bildungsprojekte im mittleren Osten.

„Wir sind mehr als ein Klub …, weil man uns mit Demokratie und der Verteidigung der Menschenrechte verbindet.“

– Joan Laporta

Trotz aller Kommerzialisierung ist es sogar im Profi-Fußball möglich, soziale Pfade einzuschlagen und so die enorme Reichweite und Emotionalität, die der Sport erreicht nutzen, um die Welt ein kleines bisschen zu verbessen. Verantwortung kann auch auf diese Weise gelebt werden und gerade der Sport ist prädestiniert dazu, die gute Sache durch eine solche Aktion zu unterstützen.

http://www.noows.de/sport/champions-league-finale-2012-chelsea-siegt-im-elfmeterschiessen-1417

http://www.trikot.cc/2011/02/barca-bricht-tradition-und-setzt-unicef-logo-auf-den-rucken/

http://www.unicef.de/aktionen/sport/fc-barcelona/

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2 Kommentare zu “Mehr als nur ein Club…

  1. hey Georgia,

    bei meinem Unmut über den Fußball dieser Tage, ich bin absoluter Hertha-Fan und wenns in Europa um was geht immer für die deutsche Mannschaft, hätte ich dieses soziale Engagement vom FC Barcelona fasst vergessen. Wer Fußball mag ist auch Fan von Barca und mich hat schon immer fasziniert, dass diese auf Werbeeinnahmen verzichten und dafür nicht ihr Trikot verschandeln. Wir reden hier schließlich von Millionen Beträgen. Um so erstaunlicher fand ich dann die Werbung für soziale Projekte. Das ist wirklich eine super Sache. Ich meine ich liebe den Fußball wirklich, aber das ein Russe über 1 Milliarde Euro in eine Mannschaft steckt, damit die dann endlich mal die Champions League gewinnt ist doch echt schräk. Wie viel Gutes hätte man damit machen können.

  2. Steffen fragt genau die richtige Frage: Wie viel Gutes hätte man mit 1 Milliarde Euro machen können? Sicherlich bringt der Sport Menschen zusammen und fördert das Gemeinschaftsgefühl und macht somit letztendlich unsere Welt zu einem angenehmeren Ort.

    Jedoch sollte man bei seinem Handeln nie die Relationen aus den Augen verlieren. Diese hat Herr Abramovich leider aus den Augen verloren.

    Der Ansatz von Barca ist sicherlich löblich. Interessant ist, das Barcelona trotzt den fehlenden Werbeeinnahmen aus dem Sponsoring ein sehr erfolgreicher Verein ist!

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