Betreuungsgeld

Hallo Blogger-Welt,

mein nächstes Thema behandelt das Thema Betreuungsgeld.



Es ist zurzeit in vieler Munde und heftig diskutiert. Ist das Betreuungsgeld wirklich der Ausweg aus der Misere, dass zu viele Erzieherinnen und Bertreuungsplätze in Kitas fehlen?

Also nochmal zum Anfang. Im Koalitionsvertrag, der nach der Bundestagswahl 2009 zwischen FDP und CDU/CSU geschlossen wurde, ist zu lesen:
Um Wahlfreiheit zu anderen öffentlichen Angeboten und Leistungen zu ermöglichen, soll ab dem Jahr 2013 ein Betreuungsgeld in Höhe von 150,- Euro, gegebenenfalls als Gutschein, für Kinder unter drei Jahren als Bundesleistung eingeführt werden.

Zunächst zahlt der Staat ab 2013 für Kinder im zweiten Lebensjahr 100 Euro monatlich. Ab 2014 soll das Geld auch für Kinder im dritten Lebensjahr fließen. Dann gibt es für alle 150 Euro monatlich.

Doch ist die wirklich der richtige Weg?

Es gibt natürlich Pro & Contra für die Einführung eines Betreuungsgeldes oder auch liebevoll „Herdprämie genannt“..;)

Pro:

– keine Benachteiligung für Leute die keinen Kita-Platz in Anspruch nehmen möchten oder können

– In vielen Ballungsräumen, deren Lebenshaltungskosten viele Menschen zu einem Doppelverdiener-Dasein nötigen, ist dies eine gute Unterstützung

– Kleine Kinder werden zuhause durch die vertraute Bezugsperson betreut, was für die Kinder ein großer Gewinn wäre

– Es wäre deutlich kostengünstiger, das Erziehungsgehalt zu zahlen als neue zusätzliche Plätze in Kindergärten und Krippen zu schaffen

– Anerkennung der Leistung von Müttern die zu Hause bleiben, um Ihre Kinder zu erziehen

Contra:

– Mütter mit niedriger Bildung könnten den Arbeitsmarkt verlassen, weil bei ihren verhältnismäßig niedrigen Gehältern die 150 Euro für private Kinderbetreuung stärker ins Gewicht fallen

– Besuch einer Kita kann die Integration in der Gesellschaft fördern

– das Erziehungsgehalt komme in erster Linie erwerbslosen Frauen zugute. Besser ausgebildete Mütter würden ihre berufliche Karriere nicht unterbrechen und das Erziehungsgehalt voll für eine Betreuung außer Haus verwenden. Das Ziel, dass sich diese Mütter wieder mehr selbst um die Kinder kümmern können, werde somit nicht erreicht.

– Laut Arbeiterwohlfahrt (AWO) dürfe Eltern nicht der Anreiz gegeben werden, zur Erlangung des Betreuungsgeldes die Angebote von Kindertageseinrichtungen nicht zu nutzen

– der finanzielle Anreiz eines Betreuungsgelds stünde der Entwicklung von sprachlichen und sozialen Kompetenzen durch eine ergänzenden Betreuung, die bei einem Teil der Kinder notwendig sei, entgegen

Es gibt also viele Argumente, die dafür oder dagegen sprechen. Ich denke, dass man das Geld lieber in den Ausbau von Kindertagesstätten stecken sollte, um den Leuten die Möglichkeit zu geben diese auch in Anspruch nehmen zu können, denn dies ist gar nicht so einfach, das suchen eines Platzes ist ein bisschen wie ein Lotteriespiel, weil es einfach zu wenig gibt!

Wie seht ihr denn das?

Stay tuned!

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