Vom Uneigennutz des Mäzenatentums..

Im Zuge meiner Themenfeldarbeit beschäftige ich mich primär mit dem Thema Sponsoring, kommeaber auch nicht umhin, mich mit dem Gebiet Mäzenatentum zu beschäftigen. Hier einige Fakten und Geschichten:

Wie so vieles hat auch das Mäzenatentum seinen Ursprung in der Antike. Gaius Clinius Maecenas lebte ungefähr 70 vor Christus und entstammte einem alten Geschlecht. Er war enger Bekannter und Berater des späteren Kaiser Augustus und verfügte neben seinem hohen Ansehen in der Gesellschaft auch über großes Vermögen.

Mit diesem unterstütze er Künstler und Dichter seiner Zeit wie zum Beispiel Horaz (Marion Giebel: Freund und Förderer der Talente in Rom, Kerstler-Haeusler Stiftung, Fürstenfeldbruch 2000, ISBN 3-93-1548015) und gab somit seinen Namen einem heute weit verbreiteten System – Mäzenatentum. Außerdem gibt es seit 1989 die Maecenas-Ehrung des Arbeitskreises selbständiger Kultur-Institute e.V.Sie verleiht eine Ehrung an Persönlichkeiten, die sich durch ihr Engagement in besonderer Weise um die Förderung des Kulturlebens in der Bundesrepublik Deutschland verdient gemacht haben.

In unserer Gegenwart fallen Mäzene vor allem im Sport, der Kunst und der Kultur auf.Per Definition unterstützt ein Mäzen seinen Günstling ohne selber eine Gegenleistung dafür zu erwarten (Wikipedia – Kurzinfo 😉).

Sogar in des Deutschen heiligsten Sport – dem Fußball – gibt es einen sehr bekannten Mäzen: Dietmar Hopp. Der im Forbes Magazine geführte deutsche Softwareentwickler und Mitgründer von SAP, unterstützt heute viele verschiedene Sportvereine. Anfangs arbeitete Hopp für IBM, gründete dann mit vier Kollegen den heutigen Software-Riesen SAP und war 10 Jahre lang Vorstandsvorsitzender. Durch sein auf diesem Wege verdientes Vermögen war es ihm möglich einen Underdog aus der Verbandsliga innerhalb von nur 10 Jahren in die erste deutsche Fußballbundesliga zu führen (Mehr dazu).Die TSG 1899 Hoffenheim schaffte das, was zuvor noch keiner deutschen Mannschaft gelungen war und wurde sogar in der Saison 2008 / 2009 Herbstmeister. Er investierte in ein erstligareifes Stadion und ein hoch professionelles Ausbildungs- und Trainingscenter im Kraichgau. Die Wirsol-Rhein-Neckar-Arena fast mit 30.150 Zuschauern fast das 10 fache der gesamten Einwohnerzahl Hoffenheim.

Außerdem gründete Dietmar Hopp 1995 die gleichnamige Stiftung, welche gemeinnützige Projekte in Bereich des Sports, der Bildung. Die Dietmar Hopp Stiftung gehört zu den größten Privatstiftungen Europas und schüttete insgesamt schon 300 Millionen Euro innerhalb ihrer Projekte aus.

Gegenwind bekam Herr Hopp allerdings von Anfang an.In der Bundesliga warnte man vor hochgekauften „Retortenklubs“, wie der TSG und vermisste die Tradition im Verein und Watzke sah eine Verletzung der 50+1 Regel gegeben, welche besagt, dass Investoren keine Mehrheitsbeteiligung an Vereinen besitzen dürfen und dadurch starken Einfluss auf das sportliche Tagesgeschäft nehmen dürfen. Auch an anderen Stellen wird Kritik am Mäzenatentum geübt, da die Uneigennützigkeit desselben häufig in Frage gestellt wird. Wie uneigennützig Mäzene nun auch handeln mögen oder nicht. Menschen oder Vereinen wird auf diesem Wege eine Chance geboten, die Sie ohne ihre Förderer wohl nie bekommen würden…

 

 

https://portal.dnb.de/opac.htm;jsessionid=A90E122FAC49AEB2CFC8743CED9C7BCE.prod-worker4?method=showFullRecord&currentResultId=Woe%3D118730053%26any&currentPosition=0
http://www.achtzehn99.de/fakten-daten/

http://www.sportal.de/sportal/generated/article/tnt_fussball/2010/05/19/16711400000.html

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