XYZ wie…

Liebe Follower,
im letzten Teil der Reihe „Gründen von A bis Z“ berichte ich euch heute von einem Instrument, das viele noch aus der Controlling Vorlesung kennen dürften: … die XYZ-Analyse

Die XYZ-Analyse ist eine Methode, die in der Materialwirtschaft verwendet wird, um Artikel entsprechend ihrer Umsatzregelmäßigkeit zu klassifizieren. Der Verbrauch und dessen Vorhersehbarkeit werden bei Wikipedia in folgenden Klassen zusammengefasst:

X – konstanter Verbrauch, Schwankungen sind eher selten

Y – stärkere Schwankungen im Verbrauch, meist aus trendmäßigen oder saisonalen Gründen

Z – völlig unregelmäßiger Verbrauch

Im Controlling wird die XYZ-Analyse häufig mit der ABC-Analyse kombiniert, um solche Güter/ Artikel zu selektieren, welche einen geringen Wert haben/ Umsatz erwirtschaften und unregelmäßig nachgefragt werden.
Die Umsätze solcher Artikel sind schwer zu kontrollieren und deshalb werden sie oft aus dem Sortiment genommen.

W wie…

… White-Labeling

Ein White-Lable ist ein Produkt oder eine Dienstleistung, welche unter verdecktem Namen im Unternehmen geführt wird.
Dabei haben sich zwei gegensätzliche Formen heraus gebildet:

a)     White-Labeling im klassischen Sinn beschreibt den Vertrieb eines Produktes oder einer Dienstleistung in einem Unternehmen an anderer Stelle oder unter anderem Namen.

Bsp.: Peek & Cloppenburg führt diverse Eigenmarken, welche aber nicht unter dem Namen „Peek & Cloppenburg“ geführt werden sondern u.a. Review, McNeal oder Jake’s heißen.

b)    Im Web wird der Begriff gegenteilig verwendet: häufig werden auf Webseiten eingekaufte Funktionen integriert, deren Layout und Struktur so verändert wird, dass man sie nicht als „unternehmensfremd“ erkennt.

V wie…

…Viral-Marketing

Viral-Marketing leitet sich – wie der Name schon sagt – vom Virus ab.

Viral-Marketing beschreibt Kampagnen, welche sich in der Zielgruppe schnell exponentiell verbreiten.
Ähnlich wie bei einem Virus wird ein potentieller Kunde von der Werbebotschaft „infiziert“ und verbreitet die Botschaft ebenfalls an andere.

Bei der Verbreitung spielt neben den Social Networks, welche ich in dem Beitrag S wie… Social-Games erwähnt habe, vor allem auch Mouth-to-Mouth Propaganda eine sehr entscheidende Rolle.

Da die Verbreitungsgeschwindigkeit sehr hoch ist und z.B. Mouth-to-Mouth Propaganda als Marketing Tool große Gefahren birgt (Kunden erzählen eher Negatives weiter als positives), muss ein Unternehmen seine Viral-Marketing Kampagnen intensiv verfolgen.

U wie…

… Usability

Usability beschreibt die Nutzungsqualität eines technischen Systems aus Sicht des Nutzers. Je einfacher es für den Nutzer ist ein technisches Feature zu benutzen, desto mehr „usable“ ist es. Effizienz, Effektivität und Zufriedenheit sind Bestandteile der Usability.

T wie…

…TTM

TTM steht für „Time-to-Market“ und beschreibt die Zeitspanne von der ersten Idee bis zur Markteinführung.

In dieser Zeitspanne wird das Produkt, die Software sowie die notwendige Technik und Logistik entwickelt. TTM ist besonders wichtig für Produkte mit einem kurzen Produktlebenszyklus. Sie profitieren vom Wettbewerbsvorteil, da die Konkurrenz oftmals nicht in der Lage ist, in der gleichen Geschwindigkeit zu entwickeln und zu produzieren.

Durch den Wettbewerbsvorteil können z.B. im Hochtechnologie Bereich sehr hohe Preise verlangt werden. Mit dem Ipad beispielsweise, hat Apple einen komplett neuen Markt erschlossen (blue Ocean).

S wie…

… Social Games

Social-Networks, wie Facebook, sind uns ja nur zu gut bekannt und die kleinen Spiele, welche von irgendwelchen Freunden gespielt werden, auch.

Solche Spiele nennt man Social-Games, da sie soziale Interaktionen, wie das virtuelle Besuchen seiner Freunde und ihrer Farmen, sowie das Teilen seines Scores oder das gegeneinander Spielen voraussetzen.

Umsatz generieren die Social-Games durch den realen Verkauf virtueller Gegenstände im Spiel, welche man anders nicht erwerben kann. Außerdem verursachen diese Spiele haufenweise sinnlose Notizen in unseren Newsstreams – „friend XY reached Level 31″.
Aber genau darin bergen sie auch ihr größtes Potential:

Als Element des „Viral-Marketing“ können Social-Games ihre Werbebotschaft in kürzester Zeit an eine enorme Zahl von Menschen senden. Spiele-Herrsteller können dadurch neue Zielgruppen erschließen und ihren Marktanteil weiter ausbauen.

Wie wichtig Social-Games sind, zeigt die Studie von PopCap: In den USA und UK sollen rund 118,5 Millionen der 289 Millionen Internetnutzer solche Social-Games wöchentlich spielen (2011). Außerdem sollen ca. 31 Millionen Nutzer reales Geld für den Kauf von virtuellen Gegenständen ausgeben.

R wie…

… Roadmap

Eine Roadmap ist ein Strategie- oder Projektplan, welcher ein Projekt in alle wichtigen strategischen Schritte unterteilt und diese näher definiert. Ähnlich einer richtigen Roadmap – einer Straßenkarte. 

Der Begriff kommt aus dem Projektmanagement und verhindert werden sollen damit vor allem Fehlentscheidungen und Fehlplanungen, da man sämtliche Aspekte, Zwischenschritte und Etappenziele des Projekts vor Augen hat.

Interessanterweise erfolgt das sogenannte „Roadmapping“ häufig ganz schlicht – auf großen Papierbahnen, mit Stiften und ganz ohne Computer.  Roadmapping bietet gerade in großen Projektgruppen die Chance, viele verschiedene Interessengruppen besser berücksichtigen zu können.

Q wie…

… QR-Code

Der QR-Code (QR für „Quick Response“) wurde 1994 von der japanischen Firma Denso Wave entwickelt und kam bei Toyota zur Markierung von Bauteilen und Komponenten zum Einsatz.

Es ist ein zweidimensionaler Code der aus einer quadratischen Matrix besteht. Genau wie bei einem Strichcode ist es für das Lesen oder Scannen des QR-Codes wichtig, dass der Kontrast maximal ist (schwarz-weiß).
Die Daten werden binär dargestellt, d.h. mit schwarzen und weißen Punkten werden die Daten kodiert. Auffallend sind die drei Ecken des Codes, welche als Orientierung für das Lesegerät dienen.
Folgende Grafik von Wikipedia erklärt den Aufbau noch genauer:

Für die Werbeindustrie bergen die QR-Codes einen enormen Vorteil, da sie es ermöglichen viele Informationen auf kleinster Fläche unter zu bringen.

Unter folgendem Link kann man seinen eigenen QR-Code generieren:  http://qrcode.kaywa.com/

Dieser hier kodiert unseren Blog, Social5Forces.

Falls ihr ein Smartphone besitzt, ladet euch die kostenlose App herunter (was ihr wahrscheinlich schon getan habt 🙂 ) und probiert es aus!

P wie…

… Pareto Prinzip

Das Pareto Prinzip oder auch die 80:20-Regel genannt, erhielt seinen Namen von Vilfredo Pareto, welcher 1897 die Vermögensverteilung in Italien untersuchte. In seiner Untersuchung fand er heraus, dass 20% der Familien ca. 80% des Vermögens besitzen. „Banken sollten sich also vornehmlich um diese 20 % der Menschen kümmern und ein Großteil ihrer Auftragslage wäre gesichert.“

Auf den Umsatz bezogen, steht das Pareto Prinzip im Gegensatz zu der „Longtail Theorie„:

Im traditionellen Einzelhandel erzielen 20% der Produkte 80% des Umsatzes. Online dagegen, verteilt sich der Umsatz gleichmäßig auf 98% Produkte.

Das Pareto Prinzip wird aber auch im Zeitmanagement verwendet:

Es besagt dort, dass uns 20% der Ergebnisse 80% der Zeit kosten, während wir in nur 20% der Zeit 80% unserer Ergebnisse erzielen. Diese Feststellung wirft folgende Fragen auf:

Wie finde ich heraus, welche Aufgaben mich 80% der Zeit kosten, obwohl sie nur 20% an Ertrag bringen und wie gehe ich mit diesen Aufgaben um?

O wie…

… Offshoring

Offshoring beschreibt die Ausgliederung von Unternehmensaufgaben, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

D.h. wenn ein bestimmtes Aufgabenfeld, zu teuer ist und die eigenen Arbeitskräfte diese Aufgaben nicht günstiger erfüllen können, werden die Aufgaben auf einen anderen Dienstleister übertragen, der die gleiche Qualität zu günstigeren Preisen anbietet.
Beispiel: Unternehmen lassen häufig ihre Software von Anderen erstellen, da die Entwicklung einer eigenen Software viel zu teures Fachpersonal und viel zu viel Zeit kosten würde.

Der Unterschied zwischen Offshoring und Outsourcing ist, dass beim Offshoring nur die Prozesse verlagert werden (das WO ändert sich), während beim Outsourcing auch die komplette Verantwortung über das entsprechende Produkt und dessen Entwicklung abgegeben wird (das WER verändert sich).